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Der Bruch
Spielfilm - DDR, 1988, Farbe, 119 min., FSK: 12
Kriminalfilm, Komödie, Nachkriegsfilm

Regie Frank Beyer
Produzent DEFA-Studio für Spielfilme
Drehbuch Wolfgang Kohlhaase Kamera Peter Ziesche Musik Günther Fischer, Musikinterpret: Jürgen Walter, Tangotext: Wolfgang Kohlhaase
Standfotograf Waltraut Pathenheimer

Darsteller
Götz George (Graf), Rolf Hoppe (Bruno Markward), Otto Sander (Lubowitz), Ulrike Krumbiegel (Tina), Jens-Uwe Bogadtke (Biegel), Volker Ranisch (Julian), Thomas Rudnik (Bubi), Gerhard Hähndel (Lotz), Hermann Beyer (Kollmorgen), Reiner Heise (Pinske), Jürgen Walter (Müller), Angelika Waller (Anita Graf), Franziska Troegner (Frau Markward), Hildegard Alex (Tinas Wirtin), Hans-Dieter Knaup (Escheritz), Klaus Manchen (Dombrowski), Peter Mohrdieck (Notar), Günter Rüger (Pförtner), Axel Werner (Großer Polizist), Hans Bergermann (Tierpfleger), Magne Harvard Brekke (Rotarmist)

Synopsis
Während Bubi und Julian beide an eine Zukunft mit Tina glauben wollen, verlassen sich Walter Graf (Götz George), Bruno Markward (Rolf Hoppe) und Erwin Lubowitz (Otto Sander) lieber auf das sichere Einkommen, das im Herzen von Banktresoren schlummert.
Augenzeugen werden dem eher stümperhaft statt ausgeklügelten Coup und seinen Ausführenden schließlich zum Verhängnis. Eine recht lange Zeit kann Vollprofi Bruno: "Arbeit lohnt sich selten – Tätigkeit immer!“ die Polizei und ihre Zeugen noch nasführen. Doch schließlich stellt ihn der Fund eines Polizeilehrlings, der selbst noch nicht richtig trocken hinter den Ohren ist.
Verhängnisvoll wirken sich außerdem die eifersüchtigen Frauen aus, die immer da auftauchen, wo Schimanski-Götz George, hier genannt "Der Graf“, die Szene beherrscht. Auch seine Festnahme wird zu einem Akt der Ironie: Der Kommissar landet bäuchlings auf dem blanken Hinterteil von Graf George.
Dabei hatte die sinnliche Nachtclubsängerin, die dem Graf ihr volles Vertrauen schenkte und so zu einem der vielen Mitwisser wurde, die ganze Sache hilfreich befördert. Schade nur, dass viel zu schnell bekannt wird, dass die Schöne "Ich war die heißeste Nummer im Lokal - und doch das kälteste Blond im ganzen Saal“ eigentlich Herr Müller heißt und genau dies auch ist. Verwirrend interpretiert diesen Part der Sänger Jürgen Walter.
Auf die Verwunderung der Polizei, die Lubowitz längst "über alle Berge“ wähnte, schnarrt Otto Sander unverwechselbar: "Was soll ick da – ick bin Berliner.“ Doch mit dem letzten der drei Ganoven, der dingfest gemacht wird, sind noch längst nicht alle Gauner geschnappt…
Ein köstlicher Plot, detailgenau und witzig selbst in kleinen Randgeschichten erzählt, mit großartigen Schauspielern und meisterhaft inszeniert ist "Der Bruch" ist ein Kinoklassiker, eine Kriminalkomödie, die sogar die Kernfragen unserer deutschen Existenz beantwortet: "Wie verhält sich der Marxismus eigentlich zum deutschen Weihnachtslied?“ – "Abwartend.“

Prädikate / Auszeichnungen / Festivals
Besonders wertvoll, Internationale Filmfestspiele Berlin 1989: Wettbewerb (außer Konkurrenz), Ernst-Lubitsch-Preis des Clubs der Filmjournalisten 1990 an Wolfgang Kohlhaase und Frank Beyer, Internationales Filmfestival Kalkutta 1990, Internationale Filmwoche Verona 1990

    Weitere Infos (partially only in german)

  • Info PDF Günther Fischer
  • Bio- und Filmografie des Musikers

  • Info PDF Wolfgang Kohlhaase
  • Bio- und Filmographie des Drehbuchautors anlässlich seiner Ehrung bei der Berlinale 2010.

    Dieser Film lief im Rahmen der Filmreihen:
  • Info PDF Schauplatz Berlin

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