Das Berliner Kino Krokodil ehrt den Regisseur Ulrich Weiß und zeigt zwei seiner Spielfilme, aber auch sein dokumentarisches Schaffen.
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Der anerkannte Jugendfilmregisseur Helmut Dziuba ist am 19. April 79-jährig verstorben. Sein Film Als Unku Edes Freundin war läuft SA 12.05. 17 Uhr und SO 13.05. 14.30 Uhr im Babylon.
Helmut-Dziuba-Filme bei PROGRESS
Zum 200. Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm am 20.12. bietet PROGRESS
seinen Kunden einen umfassenden Schatz der
Grimm-Märchenverfilmungen.
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PROGRESS Geschäftsführer Klaus Hefele begrüßt die Berufung des DEFA-Experten Dr. Ralf Schenk zum Vorstand der DEFA-Stiftung.
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Berlinweite Filmreihe, u.a. im Bundesplatz-Kino.
Außerdem: Der dazugehörige Kalender.
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Zur aktuellen Diskussion über Atomenergie in Deutschland: Eine Übersicht der
DEFA-Produktionen zum Thema Atomkraft.
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Für 3HFA-Fans: Neues Plakat zum Kultmärchen für 7 Euro gegen Vorkasse (A1 gefaltet, inkl. Versand und MwSt.).

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Das Babylon und der Progress Film-Verleih ehren am 16.12. um 20 Uhr die kürzlich verstorbene, bedeutende deutsche Nachkriegsschriftstellerin Christa Wolf mit einer filmischen Gedenkveranstaltung. Gezeigt wird Konrad Wolfs Adaption des Romans Der geteilte Himmel, ein "Meilenstein des deutschen Kinos" (Die Welt, 2009).
Gesprächsgäste des Abends
Der filmische Gedenkabend stellt insbesondere den weiblichen Blick von Christa Wolf ins Zentrum, verkörpert auch durch die Gesprächsgäste: Vor dem Film gibt es ein Gespräch mit der Hauptdarstellerin des Films, Renate Blume, und mit Therese Hörnick, der ersten Autorin einer Christa Wolf Monographie. Es moderiert der Literatur- und Kulturwissenschaftler Paul Werner Wagner. Im Anschluss liest die Schauspielerin des Berliner Ensembles, Carmen-Maja Antoni, einige Passagen aus Christa Wolfs Werk, u.a. Selbstauskünfte der Autorin über ihr Leben und ihre Arbeit als Schriftstellerin, über das Werk Der geteilte Himmel und ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Konrad Wolf. Antoni spielte mit 20 Jahren in dem DEFA-Verbotsfilm Fräulein Schmetterling nach einem Drehbuch von Christa Wolf.
Als weitere Gäste werden u.a. die drei Kinder von Regisseur Konrad Wolf erwartet.
Schlüsselwerk der DDR-Literatur
Konrad Wolf verfilmte Christa Wolfs Schlüsselwerk der DDR-Literatur von 1963 nur ein Jahr nach dessen Veröffentlichung. Sehr offen wird von einer Liebe erzählt, die an der deutschen Teilung scheitert. Während der Mann nicht nur aus beruflichen Gründen in die Bundesrepublik geht, bleibt die junge Protagonistin Rita Seidel (gespielt von Renate Blume) – ebenso wie auch die Autorin Christa Wolf selbst - in der DDR. Sie hat die Hoffnung, dass sich das Land weiterentwickelt.
Von offizieller Seite gab es sowohl heftigen Widerstand gegen das Buch als auch gegen den Film. Insofern bewies Regisseur Konrad Wolf den Mut, dieses heiße Eisen anzufassen. Die Premiere fand in einer Zeit der vorsichtigen Liberalisierung statt. Wäre der Film ein Jahr später entstanden, so ist zu vermuten, dass auch dieser beim berüchtigten 11. Plenum der ZK der SED, dem so genannten Kahlschlags-Plenum, im Dezember 1965 verboten worden wäre.
Auftakt der Christa-Wolf-Filmreihe
Der filmische Gedenkabend ist zugleich der Auftakt zu einer Christa-Wolf-Filmreihe, die bis Ende Dezember läuft, u.a. mit vier DEFA-Spielfilmen und dem DEFA-Dokumentarfilm Unsere Kinder. Der Regisseur Roland Steiner wird anwesend sein. In diesem, heute absolut aktuellen Werk geht es um die DDR-Tabuthemen Neonazis, Punks und Grufties, die erstmals in einem DEFA-Film behandelt wurden.
Insbesondere rechtsradikale Jugendsubkulturen durfte es offiziell nicht geben in dem Staat, der stolz auf seine antifaschistische Tradition war. U.a. Christa Wolf setzt sich mit zwei rechtsradikalen Jugendlichen auseinander und sagt im Gespräch: "Wissen Sie, ich bin ein komischer Mensch. Ich habe es mir mit den Feindbildern ganz abgewöhnt"
ÜBERSICHT
Ort: Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30
Termin: 16.12., Beginn 20 Uhr
Eintritt: 10 Euro
Film: Der geteilte Himmel
"…die Verfilmung durch Konrad Wolf … wurde zu einem Meilenstein des deutschen Kinos, des gesamtdeutschen wohlgemerkt. Das große Staunen setzt ob der Ehrlichkeit ein, mit der dieser Defa-Film sein Thema angeht... Seine expressionistische Sprache verleiht dem Film eine Zeitlosigkeit, die einem viereinhalb Jahrzehnte danach erst bewusst wird."
(Hanns-Georg Rodek und Sven Felix Kellerhoff in Die Welt, 07.09.2009)