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Porzelliner

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1977
Dieser schwarz-weiß Dokumentarfilm berichtet über das Ehepaar Rosenhöfer aus der Stadt Ilmenau, welches gemeinsam im Neuen Porzellanwerk Ilmenau (NPI) im Stadtteil Eichicht arbeitet. Der Einrichter ...
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Länge gesamt 15 min
Produktionsland Deutsche Demokratische Republik (DDR)
Jahr 1977
Genre Arbeiterfilm
Filmart Dokumentarfilm
Farbe sw
Drehbuch Heinz Müller
Kamera Werner Kohlert
Person, primär Ilse Rosenhöfer
Kurt Rosenhöfer
Person, sekundär Martin Rohde
Regie Heinz Müller

 

Schlagworte

Sozialismus, Geburtstag, Handwerk, Hochzeit, Industrie, Thüringen, Plattenbau, Lohn, Automation, Porzellan, Ilmenau, Arbeitserleichterung, Eichicht, Ilmkreis, Großbreitenbach, Ehraberg, Mahnbach, Haushaltsporzellan, Neue Porzellanfabrik Ilmenau (NPI)

 

Kurzinhalt

Dieser schwarz-weiß Dokumentarfilm berichtet über das Ehepaar Rosenhöfer aus der Stadt Ilmenau, welches gemeinsam im Neuen Porzellanwerk Ilmenau (NPI) im Stadtteil Eichicht arbeitet. Der Einrichter Kurt Rosenhöfer und seine Kollegen erzählen über die neuen und teilautomatisierten Arbeitsabläufe im Werk, rückblickend schildern sie die schweren Arbeitsbedingungen in den alten Manufakturen.

 

Langinhalt

0:00:00
Blick auf eine verschneite Waldlandschaft (halbtotal). Verschiedene Einstellungen der Thüringer Landschaft mit und ohne Schnee (halbtotal). Blick (von oben) auf den Ort Ilmenau zwischen den Bergen (halbtotal). Verschiedene Einstellungen von Ilmenau (halbtotal). Ehepaar Kurt und Ilse Rosenhöfer auf dem Sofa (halbnah) (O-Ton Kurt) "Ja die Zeit, die war damals so schlecht, da gabs doch noch nicht so viel Arbeiten...ich war dann schon im Holzfach, im Wald, dann war ich früher im Westglas etliche Jahre, was Glassachen sind, das jetzt oben das neue Werk ist, da war ich da als Auskühler, das war ja auch schön, gell...und dann kam eine Zeit dazwischen, dann bin ich weg gegangen und habe im Porzellanwerk angefangen, 1953 war das. Das sind auch schon wieder 24 Jahre her, man muss immer die Arbeit suchen die einem dann gefällt". Umschnitt
0:01:37
Blick (von oben) auf die "Neue Henneberg"-Porzellanfabrik (NPI) inmitten der Wälder von Eichicht bei Ilmenau (total). Schrifteinblendung "Porzelliner". Einrichter Kurt am Steuerpult der Schiebebühne der neuen Porzellanfabrik (halbnah). Ilse Rosenhöfer, in der Packerei des Werkes (halbtotal). Ilse am Arbeitsplatz (halbnah). Das Ehepaar auf dem Sofa (halbnah) (O-Ton Ilse) "...na wie alt war ich denn, ich war so vielleicht 10 Jahre. man hat uns zu Hause vor den Pflug gespannt, wir hatten viel Acker...na ja, wir hatten sehr viel Landwirtschaft früher, wir hatten 2 Schweine, wir hatten Schafe, wir hatten Enten und Hühner, wir hatten ja alles früher...". Blick auf zwei gerahmte Fotos von Inge und Kurt auf der Wand mit Blumentapete (halbnah). Schwenk über Ilses 56. Geburtstagsfeier im Hause von Ilse und Kurt (halbnah) (O-Ton). Enkelkind bastelt an einem Lautsprechergehäuse (halbnah). Verschiedene Einstellungen der Geburtstagsrunde (halbnah) (O-Ton). Kommentar: "Sein Vater war Schriftenmaler, ihr Vater Steinsetzer vom Straßenbau, verheiratet sind sie seit 35 Jahren, als die Söhne schon Erwachsen waren nahmen sie noch ein Elternloses Mädchen in die Familie auf. Ilses 56. Geburtstag wird gefeiert wie jeder Geburtstag, mit allen zusammen, wenn man zusammen hält kommt man auch zu was, ist Ilses Wahlspruch, das Haus auf dem Stollen ist Eigentum und in den 50er Jahren selbst gebaut...die Nöte ihrer Großeltern sind den Enkelkindern nur aus Erzählungen bekannt, vorstellbar sind sie ihnen nicht". Enkelkinder am Tisch (halbnah).
0:03:48
Blick in die Produktionshalle der Porzellanfabrik mit ihren automatisierten Schiebebühnen in den Trockenkammern (halbtotal). Kommentar: "Der Sozialismus hat alles umgekrempelt, Stück um Stück. Die Produktionsverhältnisse, die Landschaft, die Menschen. Der neue Porzellanriese bei Ilmenau ersetzt acht an Manufakturen erinnernde Betriebe zwischen Großbreitenbach, Ehraberg und Mahnbach". Einstellungen des Ortes Eichicht und den umgebenen Kiefernwald (halbtotal). Blick (von oben) auf die Stadt Ilmenau mit ihren neuen Plattenbauten (halbtotal). Porzellan in Regaleinheiten fährt auf Schiebebühnen durch die Trockenhalle auf die Kamera zu (halbtotal). Kurt beobachtet alles vom Steuerpult aus (halbnah). Fahraufnahme durch die riesige Produktionshalle der Porzellanfabrik (halbtotal). "Kommentar: "8 1/2 Tonnen Haushaltsporzellan im Jahr, für den Eigenbedarf und den Export, fünfmal mehr als in den acht alten Betrieben zusammen genommen...Porzellan rund um die Uhr...". Porzellan fährt langsam in den Brennofen ein (halbnah). Blick aus dem Kontrollraum in die Produktionshalle (halbtotal). Arbeiter in der Meßwarte steuern die Batterien der Gastunnelöfen an Schaltpulten (halbtotal). Teilautomatisierte Arbeitsprozesse im Detail (halbnah). Frauen putzen, dekorieren und glasieren Porzellanteller in einer Halle (halbtotal). Arbeiterin bringt Blumenmotive auf mit Abziehbildern (halbnah). Arbeiter entnimmt gegossene Kannen aus der Gußform (halbnah). Frau putzt und entgrätet die Kannen nach dem Guß (halbnah). Rückwärtszoom von den Fenstern der Meßwarte auf die Produktionshalle unter ihnen (halbtotal).
0:06:05
Kommentar: "Es ist nicht einfach einem solchen Werk mit diesen Dimensionen den Blick für das Ganze zu erlangen. Martin Rohde, eine der ganz wenigen alten Porzellanfabriken, die noch im Betrieb sind, soll hier als Vergleich gelten, dabei ist das noch eine der modernsten alten Fabriken". Blick auf die Porzellanfabrik "Martin Rohde" von außen (halbtotal). Arbeiter bringen per Hand die Porzellanformen in den Rundofen und stapeln sie auf (halbnah). Frauen reichen die Porzellanstücke durch den schmalen Ofenzugang an die Männer weiter (halbnah). Blick (von oben) durch die Öffnung des Rundofens auf die Arbeiter im Innern (halbnah). Männer mauern den Zugang zum Rundofen zu (halbtotal). Die letzten Steine verschließen den Rundofen (halbnah). Hände verputzen die Fugen (halbnah). Mann bringt Holzwolle in die Öfen ein und entzündet es (halbnah).
0:07:06
Kurt am Steuerpult erinnert sich an frühere Zeiten (halbnah) (O-Ton) "Dann wenn du angebrannt hast, da war so Qualm drinne, dass du bald keine Luft gekriegt hast, durch die Kohle und das anbrennen, oder hast mal eine schlechte Steinkohle gehabt, dann hat es manchmal 30 Stunden am Ofen gebraucht weil die Temperatur nicht hoch kam...". Arbeiter in der Meßwarte (halbnah) (O-Ton) "Das war schon eine sehr sehr schwere Arbeit wer das schon gesehen hat, denn das war alles Handarbeit, in den Ofen musste alles vorgetragen werden, alles gebrannt, Kohlen fahren, schalen, schüren, Ofen austragen, und das ging immerzu rund, kühlen, brennen, raus tragen und wieder voll machen, und das würde heute keiner mehr machen, ich auch nicht, ganz ehrlich, nie wieder...". Schwenk von der Decke des Rundofens auf die gebrannten Porzellanstücke (halbnah). Blick in das Innere einer still gelegten älteren Porzellanfabrik (halbtotal). Arbeiter in der modernen Meßwarte der "Neuen Henneberg-Porzellanfabrik" (halbnah) weiter (O-Ton) "...das Lohnverhältnis hat sich absolut für alle verbessert, für alle die hier arbeiten in dem neuen Werk, was wir hier verdienen, würden wir nie verdienen in den alten Werken, das gibt es gar nicht...obwohl die Arbeit schwerer war...da verdienst du ja nischt. Nun gut, ich sage immer man muss heute umdenken in anderen Dimensionen, und heute ist es eben so dass man mehr mit dem Kopf arbeiten muss und nicht nur mit den Händen...". Kurt am Steuerpult (halbnah) weiter (O-Ton) "...heute ist es viel leichter, das kennen die ja alle gar nicht, wenn sie heute mal ein bisschen schwer arbeiten dann gucken sie schon um die Ecke...und hier verdient man mehr und es ist auch viel leichter, natürlich Automatik ist auch nicht immer Automatik, da gibts auch allerhand zu tun, du denkst es geht und wenn du hinguckst geht es doch nicht...".
0:09:02
Arbeiter in der Meßwarte (halbnah) weiter (O-Ton) "...stand man da vor den Dingern, wie Ochs vorm Tor wenn man so will, noch nie was mit solchen Dingen was zu tun gehabt, das war natürlich ne riesen Umstellung, das war manchmal sehr schwer. Man kann Handarbeit und Erfahrungswerte nicht vergleichen mit so einer Meßanlage wie hier, das geht einfach nicht, und bedarf eines gewissen Umdenkens und das war eben für manchen zu viel oder zu schwer, da ist er eben abgeschwenkt...". Kurt repariert in der Produktionshalle eine defekte Laufschiene (halbtotal). Kurt verschreibt die Zugkette in den Laufschienen (halbnah). Kurt am Steuerpult seiner Schiebebühne (halbtotal). Blick in die Produktionshalle mit den automatischen Tellerpressen (halbtotal). Frauen dekorieren die Teller in Handarbeit (halbnah). Arbeiterin taucht Teller per Hand in ein Glasierbad (halbnah). Frau prüft und verpackt Kaffeetassen (halbnah). Arbeiterinnen bei einer Pause zwischen den Maschinen (halbnah). Kommentar: "Der Kurt Rosenhöfer ist nicht abgeschwenkt, auch wenn mal was schief geht, es bringt ihn nichts aus der Ruhe. Mit ihm sind hunderte Porzelliner ins neue Werk gekommen, haben es mit angefahren wie man so sagt. Das neue Werk ist nicht problemlos, nicht technologisch und auch nicht die Menschen betreffend, 8 1/2 tausend Tonnen Porzellan, die Gaskuppelöfen gehen nicht aus, rollende Schicht...der Rhythmus der Arbeit wirkt sich aus bis in den Tages- und Wochenablauf in den Familien".
0:10:58
Arbeiter im Raum der Meßanlagen (halbnah) (O-Ton) "Meine 3 Mädchen haben sich nun auch schon daran gewöhnt, eine ist 18 Jahre, die andere 13 und die letzte 12". Schwenk auf seinen Kollegen (halbnah) (O-Ton) "Wenn Kinder Daheim sind gehts immer noch, da haben die Frauen immer noch etwas Abwechslung, aber bei einem Teil unserer Kollegen und bei mir da sind eben keine Kinder mehr, die sind groß, die sind verheiratet, die sind erwachsen, die sind fort, und da ist es dann schwierig wenn sie allein sind, und dauernd in die Röhre gucken will man auch nicht, da wird man ja dusselig, na und, wie gesagt, übers Wochenende ist wie ein Feiertag, das ist ne harte Geschichte und wir müssen das wirklich einsehen das unsere Frauen in der Beziehung wirklich große Opfer bringen...".
0:12:04
Ilse in der Verpackungsstelle (halbnah). Fahraufnahme mit Kurt auf seiner Schiebebühne am Steuerpult (halbnah). Fahraufnahme durch die gefüllte Produktionshalle hindurch (halbtotal). Schwenk über Glasvitrinen mit edlem Porzellan (halbnah). Das lachende Ehepaar Rosenhöfer auf dem Sofa (halbnah). Ilse antwortet auf die Frage aus dem Off "Warum hat er Sie geheiratet?" (O-Ton Ilse) "Weil ich hübsch war scheinbar". Kurt (O-Ton) "Genau, und da bin ich immer hinterher". Ilse weiter (O-Ton) "Na, nen schlechten Fang hat er nicht gemacht, wenn er ne andere gekriegt hätte, die viel geraucht hätte...wäre er nicht so weit gekommen...". Blick auf die gerahmten Fotos von Kurt und Ilse an der Wohnzimmerwand (halbnah). Kurt (halbnah) erhebt sein Glas (O-Ton) "So jung kommen wir nicht mehr zusammen wie heute, oder, nun komm...sie will nicht trinken". Ilse zur Reporterin (O-Ton) "Das müssen Sie immer so machen, das wir so vergnügt sitzen und Fragen stellen...ich habe noch viele Pläne, da bin ich wie mein Vater...nach vorne raus will ich noch schöne Teppiche rin, dem Treppenhaus runter, ja, und da kommt jetzt die Diana dran, die Jugendweihe. Wenn man gesund ist hat man immer Willen und will schaffen, schaffen, schaffen...". Blick auf das Porzellanwerk Henneberg in Eichicht (halbtotal). Schrifteinblendung "Ein Film des DEFA-Studio für Dokumentarfilme, Produktionsgruppe "Der Augenzeuge". DDR 1977". Plattenbausiedlung von Ilmenau (halbtotal). Blick (von oben) auf das verschneite Ilmenau (halbtotal). Blick (von oben) über die Wälder Thüringens (total). Verschneiter Berg mit Tannen (halbtotal). Abblendung
0:14:10 ENDE